Zigarrenfabrikmuseum Rödersheim-Gronau

Das Sozialhistorische Zigarrenfabrikmuseum der Pfalz beleuchtet die sozialen Auswirkungen der Industrialisierung in den ländlichen Gemeinden der Vorderpfalz am Beispiel der früheren örtlichen Zigarrenindustrie. Der Ort galt Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Weimarer Republik als ein Zentrum der pfälzischen Zigarrenmacherei, in dieser Zeit ein wichtiger Industriezweig in der Region.

In der Museumsmanufaktur werden heute noch Zigarren in alter Tradition und mit historischen Werkzeugen hergestellt. Die Dauerausstellung beschreibt die Auswirkungen der Industrieansiedelung und deren spätererVerlagerung für das alltägliche Leben in der Vorderpfalz. Eine ergänzende kleine Fachbibliothek lädt zum vertiefenden Studium ein.

In die Thematik einbezogen sind die Baudenkmäler des Ortes, insbesondere die spätbarocke katholische Kirche St. Leo mit ihrem authentischen Interieur oder eines der ältesten, noch erhaltenen Transformatoren-Stationstürme Deutschlands. Viele der örtlichen Baudenkmäler stehen in direktem Zusammenhang mit der „Epoche der Zigarrenmacher“.

Mit den anderen Museen des Rhein-Pfalz-Kreises erstellt das Zigarrenfabrikmuseum gemeinsame Wanderausstellungen, so "Burgen, Klöster und Schlösser im Rhein-Pfalz-Kreis" (2013-2014), "Neue Ufer - Der Rhein-Pfalz-Kreis, seine Gewässer und der Rhein" (2015-2017) und "1918 und die Folgen. Leben in den Gemeinden des Rhein-Pfalz-Kreises von der Besetzung bis zur Diktatur 1918 bis 1932 (ab 2019).

Verein für Zigarrenmuseum und altes Brauchtum Rödersheim-Gronau e. V.