Land-, Forstwirtschaft und Fischerei in Rheinland-Pfalz

Getreidefeld [Bild: Jonas Rogowski]

Das als „Land aus der Retorte“ bezeichnete Rheinland-Pfalz galt in der frühen Nachkriegszeit als Land der „Reben und Rüben“. Dies unterstreicht die Bedeutung, die der Landwirtschaft in dem jungen Bundesland zukam. In der frühen Nachkriegszeit arbeiteten mehr Menschen in diesem Sektor als in Industrie und Handwerk bzw. im Dienstleistungsbereich. Noch heute tragen Land-, Forstwirtschaft und Fischerei 1,5 % zur Bruttowertschöpfung des Bundeslandes bei. Dieser Anteil, der auf den ersten Blick gering erscheint, liegt mehr als 50 % höher als der Bundesdurchschnitt. Auch optisch prägt der land- und forstwirtschaftliche Sektor das Bundesland, das 2008 zu 42 % mit Wald bedeckt war und damit bundesweit den höchsten Anteil aufwies.

Hambacher Schloß Kellerei eG

Die Hambacher Schloß Kellerei wurde 1902 gegründet. Mit ca. 100 Mitgliedern gilt sie als kleinste Winzergenossenschaft der Pfalz, die über 80 Weine und Sekte vertreibt.

Hofgut Stauffer in Obersülzen

Das Hofgut Stauffer in Obersülzen war seit 1815 ein Familienbetrieb, der sich durch züchterische und betriebswirtschaftliche Innovationen auszuzeichnete.

Obsthof / Edelobstbrennerei Hemmes

Bevor der Hof ab 1960 begann Obst zu verkaufen und in den 1970er Jahren Direktmarketing zu betreiben, war er ein Gemischtbetrieb mit Viehzucht, Wein- und Ackerbau.

Rheinhessen-Karl GbR und Rheinhessen-Bräu

Bereits im 19. Jahrhundert hatte die Familie Karl in Ebersheim einen landwirtschaftlichen Betrieb. Heute ist neben Wein- und Ackerbau das Bierbrauen ein drittes Standbein.

Saar-Mosel-Winzersekt GmbH

Eine Vielzahl von Preisen erhielt das Unternehmen, 1983 aus einem Zusammenschluss von 32 Winzern von Saar und Mosel gegründet, für seine Sekterzeugnisse.

Weingut Bassermann-Jordan

Das Deidesheimer Weingut Geheimer Rat von Bassermann-Jordan bildete lange mit den Weingütern Reichsrat von Buhl und Bürklin-Wolf die sogenannten „drei großen Bs“ in der Pfalz.

Weingut Emrich-Schönleber

Bis in die 1960er Jahre wurde das Weingut als Mischbetrieb geführt. Durch Konzentration auf reinen Weinbau konnte das Weingut 1991 in die Gruppe der „100 besten Weingüter Deutschlands“ aufgenommen werden.

Weingut Georg Naegele

Die Geschichte des Weinguts Georg Naegele geht auf den Erwerb des ehemaligen Fürstbischöflichen Oberzehntkellers in Hambach zurück. Christian Adler, Winzer der zweiten Generation, war außerdem Teil des Protestmarschs auf das Hambacher Schloss.

Weingut Hahnmühle

Die Hahnmühle ist ein Weingut, in dem seit 1986 Ökoweinbau betrieben wird und dessen Rebfläche seitdem von 1,8 Hektar auf 16 Hektar gewachsen ist.

Weingut Jens Christmann

Das Weingut Jens Christmann in Kindenheim wird in fünfter Generation betrieben. Ursprünglich handelte es sich um einen Gemischtbetrieb.

Weingut Melsheimer

Das Weingut Melsheimer befindet sich seit 1844 im Familienbesitz und verfügt über einen historischen Klosterbau, der seit 2014 auch für Feriengäste offen steht.

Weingut Merz

Das bedeutende Weingut Merz in Ockenheim war seit 1833 Eigentum der Mainzer Familie Phildius-Rasch-Merz. Es wurde bis in den Zweiten Weltkrieg von Ockenheimer Familien bewirtschaftet. Früh fanden im Gut Versuche zur Rebenzüchtung statt. Ab den 1950er Jahren erleichterten Karl und Lylotte Merz durch die Anschaffung motorisierter Schlepper die Arbeit im Weinberg. Bereits damals wurde u.a. trockener Riesling angebaut.

Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr eG

Als Vorläufer der Winzergenossenschaft gilt der 1868 gegründete Mayschosser Winzerverein. Heute hat die 1982 durch Fusion entstandene Genossenschaft etwa 400 Mitglieder.