Mainzer Volksbank eG

1862: Gründung des Vorschussvereins

1866: Umbenennung in Mainzer Volksbank

Dr. Carl Jung, einer der Gründer des Mainzer Vorschussvereins[Bild: Mainzer Volksbank eG]

Im Jahr 1862 gründete sich der Vorschussverein, ein Vorläufer der Mainzer Volksbank. Dessen Einrichtung hatten am 28. November 1861 36 Handwerker und Kaufleute der Stadt nach einem Vortrag des Juristen Dr. Carl Jung über das Genossenschaftswesen beschlossen. Es war der Zweck des Vereins, Unternehmern auf der Grundlage genossenschaftlicher Prinzipien einen gemeinschaftlichen Kredit zu gewähren. 1866, vier Jahre nach seiner Gründung, war aus dem Verein eine vollwertige Bank geworden und man benannte sie vorausschauend in Mainzer Volksbank um. Im Laufe der Industrialisierung erwarben auch Arbeiter und Angestellte ein Sparvermögen, das sie häufig bei städtischen Volksbanken und ländlichen Raiffeisenbanken anlegten. Obwohl die Kleinsparer oft keine Geschäftsanteile an der Bank hatten, wurden sie für die MVB immer wichtiger.

Das 1902 im Barockstil fertiggestellte MVB-Gebäude am Neubrunnenplatz, welches während des 2. Weltkriegs zerstört wurde.[Bild: Mainzer Volksbank eG]

Die Mainzer Volksbank baute ihr Filialnetz seit den Jahren des wirtschaftlichen Wiederaufschwungs kontinuierlich aus. Laut Geschäftsbericht aus dem Jahr 2012 ist die MVB an 36 Standorten vertreten und hat weit über 250.000 Kunden, von denen mehr als 100.000 Miteigentümer der viertgrößten Volksbank in Deutschland sind.

Ihre Nähe zum Kunden unterstreicht die Mainzer Volksbank durch Kooperationen mit Institutionen, Vereinen und Verbänden. Sie ist Sponsor des Deutschen Orchester- und Chorwettbewerbs und fördert einzelne Initiativen wie auch regionale Vereine unter dem Motto „Sterne des Sports“.

2009 wurde die neue Zentrale am Balthasar-Maler-Platz fertiggestellt. Dort ist seit 2011 die Jugendfiliale der Mainzer Volksbank untergebracht.

Ute Engelen und Sabrina Erbach, September 2013