Unternehmensgeschichte der Weinkommission Amstad

1930er Jahre: Gründung einer Fleisch- und Schlachtviehagentur durch Alfred Amstad

1969: Aufgabe des Betriebes und Gründung der Weinkommission Amstad

Werbeanzeige aus der Tageszeitung, 1950er Jahre[Bild: Weinkommission Amstad]

Ein kaufmännisches Interesse war in der Familie Amstad bereits seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert vorhanden. Die Eltern und Großeltern von Alfred Amstad betrieben neben der Landwirtschaft ein eigenes Sägewerk mit Bauholzgeschäft sowie eine Käserei. Der Erste Weltkrieg und die darauffolgende Krisenzeit machten eine berufliche Umorientierung für Alfred notwendig, deshalb war Alfred Amstad schon in den 1930er Jahren kaufmännisch in verschiedenen Unternehmen tätig. Dabei machte er auch Erfahrungen bei einem Viehhandelsunternehmen. Weil er über tiermedizinische Vorkenntnisse verfügte, eröffnete er daraufhin eine eigene Fleisch- und Schlachtviehagentur, die er später an seinen Sohn Otto übergab.

Das heutige Geschäftshaus der Weinkommission Amstad in Bornheim[Bild: Weinkommission Amstad]

Otto Amstad vergrößerte das Geschäft seines Vaters stark. Als jedoch Ende der 1960er Jahre ein struktureller Wandel einsetzte und staatliche Prämien für die Abschaffung des Großviehs an die Landwirte gezahlt wurden, musste ein neues Tätigkeitsfeld erschlossen werden. Hier bot sich ein Weinkommissionsgeschäft zur Vermarktung von Fasswein an, weil die Kontakte zu den Bauern und Winzern bereits vorhanden waren.

Die Weinkommission Amstad wurde 1969 von Wolfgang, Rita und Otto Amstad gegründet. Seither wird Traubenmost und Wein, hauptsächlich aus dem Weinanbaugebiet Rheinhessen und der Pfalz, an namhafte deutsche Wein- und Sektkellereien vermittelt.

Weinkommission Amstad, 08.09.2020