Abbau von Basaltlava in Mayen und Mendig

Fotografie eines strombetriebenen Grubenkrans mit Arbeitern um 1905[Bild: Eifelarchiv, Abt. GAV-Archiv]

Die vulkanischen Erhebungen Kottenheimer Büden, Ettringer Bellerberg und der Wintersberg liegen u.a. auf dem Gebiet der heutigen Gemarkungen Mayen und Mendig und dienten den Menschen bereits vor über 7.000 Jahren als Mühlsteinbrüche. Vermutlich baute man das Gestein bis ins 16. Jahrhundert über Tage ab – danach erfolgte die Steingewinnung unter Tage. Im 19. Jahrhundert stieg die Nachfrage nach Basalt an. Neue Abbaumetoden ermöglichten wieder die Einrichtung eines Übertagebetriebes und das Gestein konnte nun im großen Maßstab gefördert werden. Sowohl größere Unternehmen als auch Kleinbetriebe waren am Basaltabbau beteiligt. Diese beschäftigten zahlreiche Arbeitende aus der Region, die unter schwerer körperlicher Anstrengung in den Gruben als Steinbrecher oder Steinhauer tätig waren. In den 1960er- und 1970er Jahren wurden viele Steinbrüche stillgelegt. Allerdings wird in den Mayener und Mendiger Grubenfeldern bis heute Basaltlava gewonnen. In den Erlebniswelten Grubenfeld Mayen sowie der Freilichtausstellung Museumslay in Mendig können außerdem originale Abbaugeräte, beispielsweise Kräne oder die Grubenbahn, besichtigt werden. Am Standort in Mayen beschäftigt sich die Dauerausstellung des Eifelmuseums mit der 7.000-jährigen Geschichte dieses Wirtschaftszweiges.

Weitere Informationen zum Abbaugebiet finden Sie unter https://www.kuladig.de/Objektansicht/SWB-343104.