Wirtschaftsgeschichte von Weißenthurm

Luftaufnahme des Atomkraftwerkes Mülheim-Kärlich[Bild: Bundesarchiv, B 145 Bild-F056650-0021 / Engelbert Reineke [CC-BY-SA 3.0]]

Weißenthurm liegt im Neuwieder Becken und weist reichhaltige Ton- und Bimssteinvorkommen auf, was die Wirtschaftsgeschichte der Verbandsgemeinde entscheidend geprägt hat. Bereits die Römer bauten den hier vorkommenden Ton ab und verarbeiteten ihn in einer Töpferei, die auf der heutigen Gemarkung zwischen Weißenthurm und Mülheim-Kärlich liegt, zu Keramikprodukten weiter. Seit der Antike spielte außerdem die Kultivierung von Wein und Obst, wie beispielweise der Anbau von Kirschen, eine wichtige Rolle für das Wirtschaftsleben in der Gemeinde. Im Laufe des 19. Jahrhunderts begann dann der Abbau von Bimsstein im industriellen Maßstab. Seine Gewinnung führte zu einem großen wirtschaftlichen Aufschwung in der Region. Der Stellenwert, den die Bimsindustrie bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts hatte, lässt sich noch heute im Deutschen Bimsmuseum im Ort Kaltengers, der zur Verbandsgemeinde gehört, besichtigen. Der Abbau von Tongestein findet noch heute statt und wird durch die seit 1876 bestehenden Kärlicher Ton- und Schamottewerke betrieben.

Weitere Informationen zur Wirtschaftsgeschichte der Verbandsgemeinde – u.a. zu den hier ansässigen Brauereien und der Geschichte des Kernkraftwerkes – können Sie unter https://www.kuladig.de/Objektansicht/SWB-343408 abrufen.