Gerharz GmbH Baunternehmung

1887: Erstmalige Erwähnung des Unternehmens

Mitarbeiter der Firma Geharz in Bingerbrück 1927.[Bild: www.gerharz-bau.de]

Erstmals erwähnt wurde das Bauunternehmen Gerharz auf der Grundsteinlegungsurkunde der katholischen Kirche in Gau-Algesheim im Jahre 1887. Die erfahrenen Baumeistern Johann Baptist und sein Neffe Johann Joseph Gerharz erbauten diese auf Wunsch des Frankfurter Architekten Max Meckels und siedelten von Arzbach im Westerwald in die Stadt am Rhein über. Dort gründete Johann Joseph Geharz vier Jahre später sein eigenes Unternehmen. In den Folgejahren war dieses Bauunternehmen an verschiedenen Bauvorhaben beteiligt, so beispielsweise an dem Wiederaufbau der Rochuskapelle in Bingen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts übernahmen die Söhne Johann Josephs Bernhard Josef und Ernst Andreas das Bauunternehmen als Gebr. Gerharz und errichteten u.a. eine Reihenhausanlage in Bingerbrück, die evangelische Kirche in Gau-Algesheim, diverse Gewölbekeller, Häuser, Wirtschaftswege sowie die Straße zum Jakobsweg in Ockernheim.

Ernst Andreas Gerharz, der bereits 1924 ein eigenes Unternehmen gegründet hatte, zog 1933 infolge eines Auftrages ins preußische Bad Kreuznach und baute dort den heute noch bestehenden Unternehmenssitz auf. Zu dieser Zeit beschäftigte die Firma Gerharz bis zu 350 Mitarbeiter und war neben Wirtschaftswegen und Straßen auch am Bau zahlreicher Hochwasserschutzdämme beteiligt.

Während des Zweiten Weltkrieges stand die Errichtung von Bunkern und die Durchführung von Eisenbahnoberbauten im Vordergrund. Ein großes Bauwerk von Gerharz war außerdem der 1948/49 errichtete Großsender des SWF in Wolfsheim. Es folgten weitere öffentliche Großgebäude, Hochhäuser, Kirchen und Kanäle.

1962 trat Hans-Ernst Gerharz in das Kreuznacher Unternehmen seines Vaters ein und weitete das Dienstleistungsangebot abermals aus. Unter seiner Bauleitung wurden unter anderem über 300.000 qm Wirtschafts- und Verkaufshallenflächen, mehrere Häuser, Straßen, Großkänele sowie 8 Kirchen, ca. 70 Brücken und über 200 km Fernkabelstrecken erbaut. Ab 1966 konnte mit einer eigenen Mischanalage eigenständig Transportbeton hergestellt und ausgeliefert werden. Weitere Investitionen in Baumaschinen, LKW, Hydraulikbagger, Lade- und Planierraupen, Hochbau- und Autokräne verschafften dem Unternehmen seitdem seine gefestigte Stellung innerhalb der Baubranche.

Seit 2008 ist Joachim Gerharz Geschäftsführer der Bauunternehmung Gerharz in 4. Generation. Noch immer bestehen die Leistungsschwerpunkte sowohl im Bereich des Hochbaus (Mehrfamilienhäuser, Bürogebäude, Hochbehälter, Stahl- und Betonhallen für Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft) als auch im Tiefbau (Wege- und Straßenbau, Kanalbaumaßnahmen, Erschließung von Neubaugebieten und Pflasterarbeiten).

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