0.Zementwerk Weisenau

1864: Gründung des Portlandzementwerkes

1887: Übernahme durch die Zementfabrik Mannheim

1901: Fusion zu den Portland-Cement-Werken Heidelberg und Mannheim AG

2004: Umwandlung zum Mahlwerk

0.1.Christian Lothary und die Anfänge der Kalksteinverarbeitung in Weisenau

Christian Lothary, ca. 1860[Bild: Unternehmensarchiv der HeidelbergCement AG]

Die erste Nutzung des Bodenschatzes Kalkstein in Weisenau erfolgte mit der römischen Besiedlung. Durch Mischung von Kalk mit vermahlenem Trass entwickelten die Römer einen wasserfesten Mörtel.[Anm. 1] Vom Mittelalter bis zum Ende des 18. Jahrhunderts lässt sich ebenfalls vereinzelt Steinabbau erkennen. Doch erst mit der Industrialisierung und insbesondere mit dem Eisenbahnbau kam in Weisenau der Abbau von Kalkstein in größerem Umfang in Gang. Als in den Jahren 1845 bis 1853 die hessische Ludwigsbahn[Anm. 2] gebaut wurde, erhielt der Bauunternehmer Christian Lothary (22.12.1814-8.12.1868) 1847 einen größeren Teilauftrag für den Bau der Bahnstrecke Mainz–Worms im Abschnitt Weisenau. Für das nötige Stein- und Bodenmaterial erwarb er einen Steinbruch auf dem Gelände des heutigen Volksparks.[Anm. 3]

Ansicht des Hüttenwerks im Börsenprospekt, 1856[Bild: Unternehmensarchiv der HeidelbergCement AG]

Als die Bahnstrecke vollendet war, kaufte Lothary im Jahre 1852 die sogenannte Jungenfelder Aue zwischen der Bahnlinie und der Niederterrasse des Rheins. Auf diesem Gelände, im Bereich des späteren Güterbahnhofes, plante er im Jahre 1856 die Gründung eines Hüttenwerkes. Dieser Plan wurde jedoch zu Gunsten der Errichtung einer Ziegelei verworfen.[Anm. 4]

0.2.Backstein- und Cementfabrik Christian Lothary Chr. Lothary & Co.

Baugesuch von Christian Lothary zum Bau einer Portlandzementfabrik am 22. Juli 1864[Bild: Unternehmensarchiv der HeidelbergCement AG]

1864 suchte Carl Brentano Christian Lothary auf, um seine Erfahrungen in der Portlandzementproduktion anzubieten. Brentano hatte davor im Unternehmen von Gustav Dyckerhoff in Mainz-Amöneburg gearbeitet, wo er verschiedene Experimente in der Herstellung des neuen Baumaterials Zement durchgeführt hatte.[Anm. 5] Es kam zu einer schnellen Einigung zwischen den beiden. Als Teilhaber an der neuen Portlandzementfabrik brachte Brentano seine Erfahrungen ein und übernahm die Planung der Fabrik. Schon am 22. Juli 1864 ersuchte Lothary beim Kreisamt in Oppenheim um die Erlaubnis zum Bau einer Portlandzementfabrik, der Backstein- und Cementfabrik Christian Lothary Chr. Lothary & Co. [Anm. 6]

Die Produktion begann mit zwei Schachtöfen mit periodischer Beschickung und Entleerung.[Anm. 7] Nach dem erfolgreichen Versuchsbetrieb wurden die Fabrikationsanlagen um zwei Schachtöfen, verschiedene Trockenschuppen und Werkstätten erweitert sowie die Ladevorrichtungen am Rheinufer ausgebaut.[Anm. 8] Zu den vorhandenen Schachtöfen kamen rasch vier weitere in paarweisem Aufbau hinzu. Das Büro und das Laboratorium waren zunächst im Wohnhaus (früher Rheinstraße 201 2/10, heute Wormser Str. 187) am Eingang des Bruches untergebracht.[Anm. 9] In den ersten 25 Betriebsjahren bestand in Weisenau noch kein Güterbahnhof, so dass der Versand ausschließlich durch Pferdefuhrwerke erfolgen konnte.[Anm. 10]

Annonce von Christian Lothary vom 17.10. und 10.11.1865 in der Mainzer Zeitung[Bild: Unternehmensarchiv der HeidelbergCement AG]

Die Qualität des produzierten Zements war von Anfang an hervorragend.[Anm. 11] Hier zeigte sich der Wert von Brentanos Erfahrungen und Fähigkeiten für das Unternehmen, das sich schon nach wenigen Betriebsjahren einen guten Ruf erarbeitet hatte. Diesen Erfolg konnte Christian Lothary nicht lange genießen. Er starb unerwartet am 8. Dezember 1868 im Alter von 54 Jahren.[Anm. 12]

0.3.Übernahme durch die Portland-Cement-Fabrik Mannheim

Catharina Rosina Lothary, ca. 1870[Bild: Unternehmensarchiv der HeidelbergCement AG]
Christian Lothary, ca. 1870[Bild: Unternehmensarchiv der HeidelbergCement AG]

Nach dem Tod von Christian Lothary führte seine Frau Catharina Rosina Lothary mit ihrem damals erst zwanzigjährigen Sohn Christian (22.8.1848-6.7.1881) die Firma unter gleichem Namen weiter. Der junge Lothary bekam auch von seinem Onkel, Franz Lothary, Unterstützung, mit dem er ein paar Jahre lang das Geschäft zusammen leitete.[Anm. 13]

Nach dem deutsch-französischen Krieg und der Reichsgründung kam es zu einem Bauboom, dem jedoch schon ab 1872 Krisenjahre mit negativen Auswirkungen auf das Bauwesen folgten. Offensichtlich überstand das Unternehmen diese Zeit aber relativ unbeschadet, wie dies die Errichtung einer neuen Küferwerkstätte sowie die Vergrößerung des Zementlagers und Packraumes sowie die Einrichtung eines neuen Büros und eines Laboratoriums im Jahr 1875 nahe legen.[Anm. 14] Durch den Bau von vier weiteren Schachtöfen bis 1882 konnte die Produktion auf ca. 10.000 Tonnen pro Jahr gesteigert werden. Von 180 bis 200 Arbeitern, die in der Zementfabrik aber auch zeitweise in anderen Betriebszweigen arbeiteten, waren etwa 20 Personen im Steinbruch beschäftigt.[Anm. 15]

Steinbrucharbeiter am Eingang zum Steinbruch, ca. 1880[Bild: Unternehmensarchiv der HeidelbergCement AG]

Eine wesentliche Änderung erfuhr das Unternehmen am 6. April 1881, als die Firma in eine Kommanditgesellschaft mit einem Gesellschaftskapital von 60.000 Mark unter dem Namen Portland-Cement-Fabrik der Witwe Christian Lothary & Sohn umgewandelt wurde. Brentano scheint an der neuen Gesellschaft nicht mehr beteiligt gewesen zu sein.[Anm. 16] Die neue Kommanditgesellschaft bestand erst einige Monate, als Christian Lothary jun. im Alter von 32 Jahren am 6. Juli 1881 verstarb.[Anm. 17] Das Unternehmen lag nun in den Händen von Catharina Rosina und ihren Töchtern sowie dem neuen Direktor, dem Kaufmann Jakob Junker (20.12.1849-10.3.1901). Er schloss 1882 die unter starkem Konkurrenzdruck stehende Backsteinfabrik und machte die Zementherstellung zum Kerngeschäft des Unternehmens.[Anm. 18]

Jakob Junker, Direktor der Zement- und Backsteinfabrik von 1882 bis 1887[Bild: Unternehmensarchiv der HeidelbergCement AG]

Wegen der zahlreichen Investitionen in Neuanlagen schienen sich jedoch die finanziellen Verhältnisse wesentlich verschlechtert zu haben. Dazu dürfte der rapide Preisverfall des Zements durch die immer stärker werdende Konkurrenz u.a. aus Mainz-Amöneburg, Ingelheim, Budenheim und Mannheim beigetragen haben.[Anm. 19] Die Portland-Cement-Fabrik Mannheim kam zu diesem Zeitpunkt kaum mehr der hohen Nachfrage nach, konnte aber wegen ihrer beengten Lage in der Stadt auch nicht angemessen modernisiert werden. Die günstige Lage des Weisenauer Werks am Rhein erwies sich für die Mannheimer interessant, da sich dadurch ein einfacher Kalksteintransport zum Mannheimer Werk realisieren ließ.[Anm. 20] Nach längeren Verhandlungen einigten sich die Erbengemeinschaft Lothary und die Mannheimer Zementfabrik am 15. November 1887 auf einen Verkaufspreis von 800.000 Mark.[Anm. 21]

0.4.Fusion von Heidelberg und Mannheim

Fassverladung auf das Schiff, 1910[Bild: Unternehmensarchiv der HeidelbergCement AG]

Die Jahre 1889 bis 1893 waren für die Portlandzementindustrie Krisenjahre, da die Zementpreise durch Überproduktion unter Druck kamen. Der Mannheimer Konzern nutzte die Krise zum Umbau des Produktionsprozesses in Weisenau, um die Qualität zu verbessern.[Anm. 22]

Nach der Inbetriebnahme des Güterbahnhofs 1890 erhielt das Werk einen Gleisanschluss. Die am Ende des Werks gepackten Waggons mussten dennoch mit Pferden mehrere hundert Meter quer durch die Fabrik zur Bahnstation gezogen werden. Erst nach dem Ersten Weltkrieg wurde eine Rangierlokomotive angeschafft. Für das Be- und Entladen der Schiffe wurden zwei Mastenkräne am Leinpfad installiert.[Anm. 23]

Situationsplan der Zementfabrik ein Jahr nach der Übernahme durch Mannheim, 20.11.1888[Bild: Unternehmensarchiv der HeidelbergCement AG]

Briefbogen des fusionierten Konzerns Portland-Cementwerke Heidelberg und Mannheim mit der Darstellung des Werkes in Weisenau, ca. 1910[Bild: Unternehmensarchiv der HeidelbergCement AG]

Als ab dem Jahr 1901 bei allgemein steigender Zementproduktion die Absatzzahlen rückläufig waren, kam es zu einem starken Preissturz.[Anm. 24] Daraufhin trafen sich zu Beginn des Jahres 1901 der Vorstand des Mannheimer Zementwerkes, Christoph Riehm, und Friedrich Schott von den Portland-Cement-Werken Heidelberg zu einer Unterredung. Schott überzeugte Riehm davon, dass die Fusion mit Heidelberg die beste Lösung sei, da die Mannheimer Fabrik über kurz oder lang stillgelegt werden müsse. Die Mannheimer Kundschaft in Baden, Württemberg und Bayern könnte von den Werken in Leimen und in Nürtingen beliefert werden, Nordwestdeutschland, die Niederlande und die überseeischen Gebiete könnte dagegen Weisenau übernehmen. Dadurch wären eine entscheidende Verbilligung der Frachtkosten und eine Reduzierung der Selbstkosten möglich. Diese Gesichtspunkte leuchteten den Mannheimern ein, sodass es am 1. Juni 1901 zur Fusion zwischen Heidelberg und Mannheim kam. Das Werk Weisenau gehörte nun den Portland-Cement-Werken Heidelberg und Mannheim AG an.[Anm. 25]

0.5.Rationalisierung und Umbau

Um die Jahrhundertwende waren im Werk Weisenau große Anstrengungen unternommen worden, die Produktion zu rationalisieren. Mittels Kanälen unter den Hallen und Becherwerken sowie neuen Sackpackmaschinen und direkte Übergänge in die Eisenbahnwagen wurden weitgehend automatische Förderstrecken geschaffen. Die Rationalisierung erreichte schließlich auch den Steinbruch. Ab dem Jahr 1907 geschah der Gesteinsabbau nicht mehr von Hand, sondern mittels Presslufthämmern.[Anm. 26] Die Zementnachfrage stieg unterdessen kräftig an, aber eine Steigerung der Produktion war in Weisenau mit den zahlreichen kleinen Einzelöfen, die teils nur 50 Tagestonnen produzierten, kaum zu erreichen.[Anm. 27] Ende des Jahres 1906 beschlossen die Portland-Cement-Werke Heidelberg und Mannheim den Einbau von zehn Drehrohröfen in Weisenau.[Anm. 28] Bei der Planung der Ofenschornsteine ging man neue Wege: Erstmals in Europa sollten Ofenschornsteine aus Beton hergestellt werden.[Anm. 29]

Ansicht der Werksanlage nach der Fusion, ca. 1910[Bild: Unternehmensarchiv der HeidelbergCement AG]

Auf dem neuesten Stand der Technik angekommen, erreichte das Werk 1914 eine Produktionssteigerung auf 155.534 Tonnen gegenüber 96.318 Tonnen pro Jahr vor dem Umbau.[Anm. 30]

0.6.Erster Weltkrieg

Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs kam die deutsche Zementproduktion größtenteils zum Erliegen. Innerhalb sehr kurzer Zeit kam die gesamte Bautätigkeit im Deutschen Reich zum Stillstand. Hinzu kam die Verknappung wichtiger Betriebs- und Brennstoffe.[Anm. 31] In den kleineren Werken des Heidelberger Konzerns wurde die Produktion bereits 1915 eingestellt, um in den beiden großen Werken, Leimen und Weisenau, wenigstens einen teilweisen Betrieb aufrechterhalten zu können. In Weisenau unterbrach der Kriegsausbruch alle Entwicklungen abrupt und bald herrschte durch Einberufungen an die Front ein Mangel an Arbeitskräften. Der Export nach Übersee, der einen großen Anteil am verkauften Zement ausmachte, kam zum Erliegen. Bald wirkten sich Engpässe insbesondere in den Kohlelieferungen sehr negativ auf die Produktion aus.[Anm. 32] Während des Krieges herrschte jedoch eine große Nachfrage nach gebranntem Stückkalk aus dem Kalkofen im Steinbuch. Der Betrieb beteiligte sich an der Produktion von Munition, beispielsweise wurden in der Fabrik zwischenzeitlich Granaten gedreht. In den Jahren 1917/18 konnte der Betrieb nur unter großen Anstrengungen aufrechterhalten werden.[Anm. 33] Schon während des Krieges hatte Vorstand Friedrich Schott in Heidelberg der Stuttgarter Immobilien- und Bau-Geschäft AG immer wieder eine enge Zusammenarbeit angeboten. Am 24. August 1918 fusionierten die Portland-Cementwerke Heidelberg und Mannheim AG und die Stuttgarter Immobilien- und Bau-Geschäft AG.[Anm. 34] Das Werk Weisenau wurde Teil des neuen Unternehmens Portland-Cementwerke Heidelberg-Mannheim-Stuttgart AG.

0.7.Zwischenkriegszeit

Arbeiter bei der Ausmauerung eines Drehofens mit feuerfesten Steinen, ca. 1920[Bild: Unternehmensarchiv der HeidelbergCement AG]

In der unmittelbaren Nachkriegszeit blieb die Versorgungslage für Schmierstoffe, Lagermetalle und Brennstoffe weiterhin angespannt. Die zunehmende Geldentwertung nach dem Ende des Ersten Weltkrieges machte gezielte Investitionen fast unmöglich, ebenso wie die Auszahlung der Löhne für die Belegschaft. Die Verhältnisse verbesserten sich erst nach der Währungsstabilisierung im Jahr 1924. Die Einführung der Rentenmark bzw. der Reichsmark war auch gleichzeitig der Beginn einer erneuten Konzentrationsbewegung innerhalb der deutschen Zementindustrie. Bereits vor 1914 hatte das Weisenauer Werk den Vertrieb der Standorte in Ingelheim und Budenheim übernommen, 1924 kam das Zementwerk Offenbach hinzu.[Anm. 35]

Werkseinfahrt von Norden, ca. 1930[Bild: Unternehmensarchiv der HeidelbergCement AG]

Nach der Währungsstabilisierung erfasste eine Rationalisierungswelle die deutsche Zementindustrie. Den größten Fortschritt brachte aber die vollständige Elektrifizierung des Werkes. In der Folge wurden die noch in Betrieb befindlichen Dampfmaschinen endgültig stillgelegt.[Anm. 36]

Inzwischen machten sich die Auswirkungen der ab 1929 einsetzenden Weltwirtschaftskrise immer deutlicher bemerkbar. In den Jahren zwischen 1930 und 1932 musste die Produktion mehrfach eingestellt werden.[Anm. 37] Bis Frühjahr 1933 ruhte der Betrieb, nur die Zementmühle lief zur Mahlung der vorhandenen Klinkervorräte. Die aussichtslose Absatzsituation führte jedoch dazu, dass die Arbeiter entlassen und den Angestellten von Frist zu Frist gekündigt wurden.[Anm. 38]

0.8.Gleichschaltung im Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg

Die Ernennung von Adolf Hitler zum Reichskanzler beendete die junge Demokratie in Deutschland. Schon im Juli 1933 und im Februar 1934 eröffneten zwei Gesetze den Weg zu einer Zwangskartellierung. Der ungeheure Konjunkturschub, den das Baugewerbe durch die staatlichen Arbeitsprogramme und Rüstungsprojekte bekam, führte schon 1933 zu einem merklichen Anstieg des Zementabsatzes.

Hissen der Fahne der Deutschen Arbeitsfront auf dem Silodach, 1937[Bild: Unternehmensarchiv der HeidelbergCement AG]

Auch in Weisenau konnte bald wieder mit der Produktion begonnen werden. Die neue Werksleitung legte ein besonderes Augenmerk auf den Aufbau moderner Arbeitsplätze und Sozialeinrichtungen. Insbesondere die neu geschaffenen Wascheinrichtungen sowie ein Gesundheitsraum spielten dabei eine große Rolle, in dem sich das hygienische Ordnungsprinzip bis hin zur „Rassenhygiene“ im Nationalsozialistischen Staat untermauerte.[Anm. 39] Schon am 1. Mai 1937 wurden die Anstrengungen des Werks durch die Verleihung des Titels „Nationalsozialistischer Musterbetrieb“, als erstes der etwa 140 bestehenden deutschen Zementwerke, ausgezeichnet.[Anm. 40]

Es wurden wieder größere Werkserweiterungen in Angriff genommen.[Anm. 41] Allerdings beschränkten die kontingentierten Eisenmengen die Planungen erheblich.[Anm. 42] Andere wichtige Instandsetzungsarbeiten konnten nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges nicht mehr realisiert werden.[Anm. 43] Da viele Beschäftigte zum Kriegsdient eingezogen wurden, fehlten Arbeiter in allen Betriebsabteilungen, so dass das Produktionssoll nicht mehr erfüllt werden konnte. Zunehmend kamen neben Kriegsgefangenen Zivilarbeiterinnen und Zivilarbeiter aus den besetzten Gebieten Osteuropas zum Einsatz. Im April 1942 wurde das Werk erstmals durch eine Fliegerbombe beschädigt.[Anm. 44]

Barackensiedlung auf dem südlichen Werksgelände, ehemalige Unterkunft der Zwangsarbeiter, 1959[Bild: Unternehmens-archiv der HeidelbergCement AG]

Im Jahr 1943 erhielt das Werk Weisenau die Auszeichnung als „Kriegsmusterbetrieb“.[Anm. 45] Im September des gleichen Jahres errichtete die SS auf dem südlichen Werksgelände das sogenannte Außenkommando Weisenau, ein Straflager mit 100 Gefangenen. Unter der Aufsicht der SS wurden die Häftlinge als Zwangsarbeiter bei schlechtester Ernährung auch im Zementwerk eingesetzt.[Anm. 46]

Im Juli 1944 begann das MAN-Werk in Ginsheim-Gustavsburg einen Teil der Rüstungsproduktion in den Steinbruch des Zementwerks zu verlegen.[Anm. 47] Das Zementwerk und der Steinbruch waren deshalb ab Frühjahr 1944 mehrmals Ziel feindlicher Bomber.[Anm. 48]

0.9.Wiederaufbau und Bauboom

Neue Beumer Schiffsverladeanlage, ca. 1959[Bild: Unternehmensarchiv der HeidelbergCement AG]

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges befand sich das Werk in einem desolaten Zustand und war nicht mehr betriebsfähig.[Anm. 49] In den ersten Monaten konnte die neue Werksleitung die drohende Demontage des Werks durch die französischen Besatzungsbehörden verhindern. Am 6. März 1946 beantragte die Firmenleitung den Wiederaufbau. Zehn Tage später lief die Produktion wieder an.[Anm. 50] Die Stammbelegschaft hatte sich bis 1952 wieder auf rund 420 Arbeiter eingependelt.[Anm. 51] Nach der Währungsreform 1948 steigerte sich die Nachfrage, sodass im Juli 1953 neue Ausbauten vorgenommen wurden, welche die Monatsleistung auf ca. 40.000 Tonnen erhöhten. Durch die beengte Lage zwischen Bahnlinie und Rhein entschloss man sich, Rohmühlen und Tonaufbereitungsanlage auf dem Gelände des abgebauten Steinbruchs auf der anderen Seite der Bahnstrecke zu errichten.[Anm. 52] Ende 1958 wurde eine neue, übersichtliche und einfach gebaute Schiffsverladungsanlage in Betrieb genommen.[Anm. 53] Im Oktober 1959 wurde der Steinbruchbetrieb auf den gleislosen Abbau im Zweischichtsystem mit Großbohrlochsprengung umgestellt.[Anm. 54]

Luftbild der Werksanlage von Nordwesten zeigt den Ausbaustand des alten Werks vor dem völligen Umbau, ca. 1960[Bild: Unternehmensarchiv der HeidelbergCement AG]

Bei anhaltend guter Baukonjunktur konnte man die Werksanlagen bald grundlegend erneuern. Der Neubau eines Großofens mit einer Tagesleistung von über 2.000 Tonnen war innerhalb der alten Werksanlage nicht zu realisieren, so dass ein neuer Werksteil auf den abgebauten Steinbruchflächen geplant wurde.[Anm. 55] Im April 1966 nahm der neue Werksteil nach einer Bauzeit von 18 Monaten den Betrieb auf. Der Wärmetauscherofen mit einer Jahreskapazität von 1.300.000 Tonnen Klinker war zu dieser Zeit der leistungsfähigste Drehofen der Bundesrepublik. Das Zementwerk Weisenau war durch die Neuanlagen zum größten Werk der Portland-Zementwerke Heidelberg AG aufgestiegen. Noch vor Inbetriebnahme des neuen Ofens hatte das Werk im hundertsten Produktionsjahr am 17. Dezember 1965 eine Million Tonnen Zement versandt, was bis dahin nur drei der ca. 100 deutschen Zementwerke erreicht hatten.[Anm. 56]

0.10.Von der Hochkonjunktur in die Depression

Im Jahr 1972 erreichte das Werk seinen höchsten Absatz mit 1,6 Mio. Tonnen. Die Belegschaft bestand aus 409 Arbeitern (davon 120 Gastarbeiter), 82 Angestellten und 12 Lehrlingen.[Anm. 57]

Feier zum 100-jährigen Jubiläum der Portland-Zementwerke Heidelberg im Kantinensaal in Weisenau am 17.10.1973[Bild: Unternehmensarchiv der HeidelbergCement AG]

Die im Jahr 1973 beginnende Erdölkrise und die damit einhergehende Rezession führte zu einem einschneidenden Rückgang der Bauinvestitionen. Die Energiepreiskrise leitete in der Zementindustrie einen tiefgreifenden Rationalisierungsprozess ein. Als Reaktion auf gestiegene Energiekosten wurde die Vollautomation in verschiedenen Produktionsschritten vorangetrieben. Diese Maßnahmen hatten allerdings einen massiven Arbeitsplatzabbau zur Konsequenz. In Weisenau sank die Zahl der Mitarbeiter auf 365 im Jahr 1977. [Anm. 58] In den 1980er-Jahren war der Zementabsatz in Weisenau rückläufig, so dass zahlreiche Arbeitsplätze gefährdet waren. Durch Erweiterung der Produktpalette sollten einerseits die Absatzverluste am Markt kompensiert werden, andererseits auch Ersatzarbeitsplätze geschaffen werden. Neben dem seit 1953 bestehenden Gipswerk wurde 1988 ein Mörtel- und Putzwerk, das Trockenmörtel auf Kalk-Zement- und Kalk-Gips-Basis sowie Spezialbindemittel für Umweltschutz herstellte, in Betrieb genommen.[Anm. 59] In den 1990er-Jahren verlagerten sich die Investitionen und der Fokus der Zementindustrie zunehmend auf den Bereich Umweltschutz. Als erstes Heidelberger Werk setzte Weisenau im Jahr 1996 Papierreststoffe in der Ofenfeuerung ein. Ab 2001 wurde auch Tiermehl im Werk entsorgt.[Anm. 60]

0.11.Strukturbereinigung und Umbau zum Mahlwerk

Wärmetauscherofen, 1995[Bild: Unternehmensarchiv der HeidelbergCement AG]

Nach einem zehn Jahre dauernden Genehmigungsverfahren erhielt das Werk Anfang Februar 2003 die Genehmigung, auf der Laubenheimer Höhe auf 70 Hektar Kalkstein abbauen zu dürfen, was die Produktion für 30 Jahre sicherte.[Anm. 61]

Auf dem deutschen Markt führte die lange Talfahrt der Baukonjunktur seit 1995 zur Kapazitätsanpassung bei allen Zementherstellern. Am Jahresanfang 2004 überraschend der Beschluss zur Teilstilllegung und Umwandlung des Betriebes zum Mahlwerk.[Anm. 62] Ausschlaggebend dafür waren der bereits in anderen Werken eingeleitete Kapazitätsabbau und der Investitionsstau, der sich aus dem langen Genehmigungsverfahren ergab. Ab Juni 2005 begannen die Planungen für den Rückbau der stillgelegten Werksteile. Die Zulieferung des Klinkers übernahm das Schwesterwerk in Lengfurt am Main.[Anm. 63] Nachdem der Rückbau des Klinkerwerks abgeschlossen war, musste das Mahlwerk umgebaut werden: Es war nötig, die weit auseinanderliegenden Betriebsteile zusammenzubringen. Ein neues Betriebs- und Verwaltungsgebäude und eine Werkstatt wurden errichtet. Außerdem wurde ein neues Klinkersilo mit 40.000 Tonnen Fassungsvermögen erbaut.[Anm. 64] Am 1. Dezember 2008 übernahm der Entsorgungsbetrieb der Stadt Mainz nach ausführlichen Geländeerkundungen den rekultivierten Steinbruch Weisenau und den teilverfüllten Steinbruch Laubenheim. Als Schlusspunkt gab die HeidelbergCement AG am 28. November 2008 die im Jahr 2003 erteilte Abbaugenehmigung für den Steinbruch Laubenheim-Süd offiziell an die Stadt Mainz zurück.[Anm. 65]

Das Mahlwerk, 2013[Bild: Unternehmensarchiv der HeidelbergCement AG; Steffen Fuchs]

Autor: Dietmar Cramer

Redaktionelle Bearbeitung: Dr. Eszter Harsányi

Veröffentlicht am: XX.XX.XXXX

Anmerkungen:

  1. Geschichte des Portland-Zementwerkes Weisenau von 1864 bis 1935 (unveröffentlichtes Manuskript), S. 7, HC-Archiv HV 72. Zurück
  2. Am 15. August 1845 wurde dafür der Mainz-Ludwigshafener-Eisenbahngesellschaft die Konzession erteilt. Die Gesellschaft benannte sich später in Hessische-Ludwigs-Eisenbahngesellschaft (HLB) um. Zurück
  3. Gesch. PZ Weisenau (wie Anm. 1), S. 18 sowie Materialsammlung HC-Archiv ZWW 14/1; Brückner, Max: Weisenauer Miniaturen. Kleine Plaudereien zur Ortsgeschichte, 1999, S. 2-3. Zurück
  4. Unveröffentlichte Lebenserinnerungen von Josef Müller, 23.9.1957 (im folgenden Müller, 1957), HC-Archiv ZWW 16. Josef Müller (*1874/75) war von 1890 bis 1932 im Werk beschäftigt, ab 1894 hatte er die Versandleitung und ab 1899 die kaufmännische Leitung inne; Brückner, Max: Weisenau und das Zementwerk, (unveröffentlichtes Manuskript 2002, überarbeitet 2008), HC-Archiv ZWW 14/1. Max Brückner war Ortsvorsteher von Weisenau. Gesch. PZ Weisenau (wie Anm. 1), 1935, S. 22 sowie Prospectus und Statuten zur Errichtung einer Aktien-Gesellschaft unter dem Namen der „Rheinhessischen Ludwigshütte“ bei Mainz, 1856, HV-Archiv ZWW 21 sowie Brückner, 1999 (wie Anm. 3). Zurück
  5. Aufzeichnungen von Wilhelm Dyckerhoff zur Auseinandersetzung mit Carl Brentano 1864, Stadtarchiv Mainz WA5 1329. Carl Brentano: Ein vergessener Pionier der Zementindustrie, August 1962, Stadtarchiv Mainz WA5 1141. Zurück
  6. Portland-Cementwerke Heidelberg und Mannheim Actiengesellschaft. Festschrift zum 50-jährigen Geschäftsjubiläum, (im folgenden PZWHM, 1910), Berlin 1910, S. 21, HC-Archiv DS 2380 sowie Zement. Mensch, Maschine und Material, hrsg. Portland-Zementwerke Heidelberg, ca. 1937 (im folgenden PZWH, 1937), HC-Archiv ZWW 23. Zuständig war das Bezirksamt Oppenau. Zurück
  7. PZWHM, 1910 (wie Anm. 6), S. 21. sowie PZWH, 1937 (wie Anm. 6). Zurück
  8. Gesch. PZ Weisenau, 1935 (wie Anm. 1), S. 24-25. Zurück
  9. Handschriftliche Notizen von Max Brückner zu Römheld sowie Brief an Allgemeine Zeitung Mainz vom 29.10.2009, HC-Archiv ZWW 14/1; Gesch. PZ Weisenau, 1935 (wie Anm. 1), S. 25-26. Zurück
  10. Gesch. PZ Weisenau, 1935 (wie Anm. 1), S. 23 sowie Müller, 1957 (wie Anm. 4). Zurück
  11. Deutsche Bauzeitung, Jg. 2, 1868, S. 277. Diesen Hinweis verdanke ich Max Brückner, Weisenau. Zurück
  12. Rainer Wahl: Christian Lothary, Bauunternehmer 1814-1868, in: Mainzer Geschichtsblätter. Veröffentlichungen des Vereins für Sozialgeschichte Mainz e.V., Nr. 3, 1986, S. 111, HC-Archiv ZWW 14/1. Zurück
  13. Gesch. PZ Weisenau, 1935 (wie Anm. 1), S. 26. Zurück
  14. Gesch. PZ Weisenau, 1935 (wie Anm. 1), S. 27. Zurück
  15. Gesch. PZ Weisenau, 1935 (wie Anm. 1), S. 28. Ein Arbeiter im Steinbruch verdiente 1887 2,47 Mark, 1901 3,16 Mark pro Tag bei zehnstündiger Arbeitszeit. Zurück
  16. Anfrage an Stadtarchiv Mannheim, Antwort Dr. Georg Jacob 31.5.1958 an Alexander von Engelberg Wiesbaden-Biebrich, Stadtarchiv Mainz WA5 1142 sowie Carl Brentano: Ein vergessener Pionier der Zementindustrie, August 1962, Stadtarchiv Mainz WA5 1141. Zurück
  17. Gesch. PZ Weisenau, 1935 (wie Anm. 1), S. 24 und 28 und Brückner, 2008 (wie Anm. 4). Christian Lothary jun. kam um das Jahr 1864 für eineinhalb Jahre in die Firma, dann an das Polytechnikum nach Zürich für zwei Jahre, anschließend an die Bauakademie nach Berlin. Schon nach wenigen Monaten kehrte er wegen des plötzlichen Todes des Vaters ins Unternehmen zurück. Zurück
  18. Brief von Fritz Launer an Vorstandssekretariat der Heidelberg Zement AG, 22.5.1982 sowie entsprechender Artikel in HZ-Info, Nr. 6, 1982; Gesch. PZ Weisenau, 1935 (wie Anm. 1), S. 28-29. Zurück
  19. Gesch. PZ Weisenau, 1935 (wie Anm. 1), S. 30-31. Zurück
  20. Leithäuser, Joachim: Firmengeschichte der Portland-Zementwerke Heidelberg Aktiengesellschaft, 1860-1944, Berlin 1944 (unveröffentlichtes Manuskript), S. 70, HC-Archiv HV 160 sowie PZWHM, 1910 (wie Anm. 6), S. 17-18. Zurück
  21. Gesch. PZ Weisenau, 1935 (wie Anm. 1), S. 23 und Müller, 1957 (wie Anm. 4). Zurück
  22. Gesch. PZ Weisenau, 1935 (wie Anm. 1), S. 46-47. Zurück
  23. Gesch. PZ Weisenau, 1935 (wie Anm. 1), S. 23 und 44 sowie Müller, 1957 (wie Anm. 4). Für den Rangierbetrieb kam eine Lokomotive aus Leimen. Zurück
  24. Leithäuser, 1944, (wie Anm. 21) S. 24 und Riepert, Peter Hans: Die deutsche Zementindustrie, Berlin 1927, S. 960-961. Nach dem Zusammenbruch des Nordwest-Mitteldeutschen Zementsyndikats Ende Dezember 1901 verschärfte sich die Situation erheblich. Auf der Suche nach neuen Absatzmärkten drängten die bis 1901 dort zusammengeschlossenen Fabriken nun, ohne Bindung an Preise und Lieferkontingente, verstärkt auf den süddeutschen Markt. Zurück
  25. Leithäuser, 1944, (wie Anm. 21) S. 40. Das Fabrikanwesen wurde 1902 an die Süddeutsche Bank Mannheim für 697.452 Mark verkauft. Zurück
  26. Gesch. PZ Weisenau, 1935 (wie Anm. 1), S. 67 und 75. Zurück
  27. Gesch. PZ Weisenau, 1935 (wie Anm. 1), S. 55-56. Zurück
  28. Gesch. PZ Weisenau, 1935 (wie Anm. 1), S. 65 und 71. Zurück
  29. Gesch. PZ Weisenau, 1935 (wie Anm. 1), S. 71-72. Anfang Oktober 1907 waren alle drei Kamine erstellt. Der erste Schornstein wurde noch mit einem Außengerüst aufgeführt, während die nachfolgenden mittels eines Innengerüstes erbaut wurden. Zurück
  30. Leithäuser, 1944 (wie Anm. 21), S. 73-74. Zurück
  31. Riepert, 1927 (wie Anm. 27), S. 950, 956-957, 994-995. Zurück
  32. Gesch. PZ Weisenau, 1935 (wie Anm. 1), S. 83 und 85. Zurück
  33. Gesch. PZ Weisenau, 1935 (wie Anm. 1), S. 23 sowie Müller, 1957 (wie Anm. 4); Leithäuser, 1944 (wie Anm. 21), S. 73-74. Zurück
  34. Stuttgarter Immobilien und Baugeschäft, Bericht für die außerordentliche Generalversammlung am 24.9.1918, HC-Archiv HV 293. Zurück
  35. Leithäuser, 1944 (wie Anm. 21), S. 74. Zurück
  36. Gesch. PZ Weisenau, 1935 (wie Anm. 1), S. 87-88 und Leithäuser (wie Anm. 21), 1944, S. 74. Zurück
  37. Gesch. PZ Weisenau, 1935 (wie Anm. 1), S. 87-88 und Leithäuser (wie Anm. 21), 1944, S. 74. Zurück
  38. Gesch. PZ Weisenau, 1935 (wie Anm. 1), S. 23 sowie Müller, 1957 (wie Anm. 4). Müller wurde ebenfalls in den Ruhestand geschickt, vermutlich wegen seiner antinationalsozialistischen Einstellung. Zurück
  39. Vgl. z.B. Technischer Monatsbericht, Februar 1936, 10.3.1936, HC-Archiv ZWBL 193. Zurück
  40. PZWH, 1937 (wie Anm. 6), S. 1. Zurück
  41. Baubeschreibung vom 9.11.1936, Genehmigung des Kreisamts Mainz vom 28.1.1937, HC-Archiv ZWW 31. Zurück
  42. Aufgrund von langwierigen Umplanungen wurde die Baugenehmigung erst am 22.10.1938 erteilt, vgl. Portland-Cementwerke Heidelberg-Mannheim-Stuttgart Aktiengesellschaft an Baupolizeiamt Mainz, 19.11.1937 und 30.6.1938 sowie Arbeitsamt Mainz an Baupolizei, 30.10.1937, HC-Archiv ZWW 31. Zurück
  43. Der elektrische Laufkran zur Schiffsentladung und die Verlängerung der Ufermauer um 140 m waren schon im Februar 1938 geplant. Es stand bis dahin nur ein stark reparaturbedürftiger Kran zur Verfügung. Diese Arbeiten wurden ebenfalls Ende April 1940 gestoppt. Vgl. Baugenehmigung 23.9.1939, Oberbürgermeister an Portland-Zement-Werke Heidelberg Aktiengesellschaft, 29.4.1940 sowie Baupolizei an Portland-Zement-Werke Heidelberg Aktiengesellschaft, 4.2.1938, HC-Archiv ZWW 32. Zurück
  44. Arbeitsamt an Baupolizei, 28.4.1942, HC-Archiv ZWW 32. Zurück
  45. Geschäftsberichte für die Jahre 1933-1945 der Portland-Zement-Werke Heidelberg Aktiengesellschaft, HC-Archiv HV 21 bis HV 33. Zurück
  46. Leiwig, Heinz: Leidensstätten im Mainz 1933 bis 1945, Mainz 1987, S. 17, 67-68. Zur Verlegung des Lagers nach den Pfleiderer-Werken, vgl. Leiwig 69-71, 80; Gewahrsamsbuch des Polizeigefängnisses Klarastr. Mainz, Gefangenenbuch B, 12.12.1943 – 27.7.1944, HC-Archiv ZWW 25. Zurück
  47. Leiwig, 1987 (wie Anm. 51), S. 65, 72-73. Nach dem Bombenangriff am 27.2.1945 auf Mainz wurde das Gefängnis in der Klarastraße aufgelöst und die Gefangenen wurden ins Lager am Zementwerk zum Stollenaushub eingesetzt. Zurück
  48. Tagebuch von Jakob Weber (*22.12.1899 †25.7.1946) über die Kriegsjahre 1939 bis 1945 in Weisenau. Weber war selbstständiger Landwirt und Ortsbauernführer, HC-Archiv ZWW 23. Zurück
  49. Portland-Zement-Werke Heidelberg Aktiengesellschaft an Polizeiamt, 12.10.1945, HC-Archiv ZWW 32. Zurück
  50. Portland-Zement-Werke Heidelberg Aktiengesellschaft an Oberregierungspräsidium Hessen-Pfalz Neustadt a. d. W., 6.3.1946, HC-Archiv ZWW 32. Zurück
  51. Portland-Zement-Werke Heidelberg Aktiengesellschaft an Baupolizei, 24.2.1947 und Ortsbesichtigung vom 7.3.1947 sowie Portland-Zement-Werke Heidelberg Aktiengesellschaft an den Oberbürgermeister, 29.10.1949, HC-Archiv ZWW 32. Zurück
  52. „Neue Zementmühle und neuer Drehofen in Weisenau“, in: Heidelberger Portländer, H. 3, 1953, S. 9-10. Zurück
  53. „Eine neue Schiffsbeladeanlage für Sackzement“, in: Heidelberger Portländer, Werksreportage, H. 9, 1960, S. 1. Zurück
  54. Vgl. Laboratoriumsbericht Juni-August 1960 sowie Laboratoriumsbericht Februar-März 1960 und Technischer Jahresbericht 1959, HC-Archiv ZWW 18. Zurück
  55. Presseerklärung zum Werksausbau vom 30.8.1967, HC-Archiv ZWW14/2 sowie „Der Zementversand unserer Werke“ und „Große Einheiten vereinfachen die Arbeiten in der Fabrik“, in: Heidelberger Portländer, Werksreportage, H. 4, 1961, S. 4 und 17-19. Zurück
  56. Presseerklärung zum Werksausbau vom 30.8.1967, HC-Archiv ZWW14/2 sowie „Die Millionste Tonne im Zementwerk Weisenau“, in: Heidelberger Portländer, Werksreportage, H. 1, 1966, S. 22. Die süddeutsche Dreiergruppe aus Heidelberg, Dyckerhoff und Schwenk produzierte mit 20 Werken 15 Mio. Tonnen, also 42 % der deutschen Produktion, Hannover mit fünf Werken 3 %. Die restliche deutsche Zementproduktion von 55 % verteilte sich auf 70 Werke. Zurück
  57. „Der Bau wird mit voller Wucht getroffen“, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.6.1973. Zurück
  58. Vortrag von Peter Schuhmacher anlässlich der Hauptversammlung am 18.7.1985, HC-Archiv ZWW 14/1. Zurück
  59. HZ-Info, Mitarbeiterzeitung, Sonderheft 1993 sowie Interview mit Paul Korf am 10.2.2014 in Everswinkel (Werksleiter von Juli 1987 bis April 1997). Zurück
  60. „Rückstands- und schadstofffrei“, in: wirHeidelberger, Mitarbeiterzeitung, Nr. 12, Juni 2001, S. 6. Zurück
  61. „Zukunft gesichert“, in: wirHeidelberger, Mitarbeiterzeitung, Nr. 6, April 2003, S. 5 sowie „Warten auf die Behörde“, in: wirHeidelberger, Mitarbeiterzeitung, Nr. 1, Juni 2002, S. 5. Zurück
  62. „Warten auf die Behörde“, in: wirHeidelberger, Mitarbeiterzeitung, Nr. 1, Juni 2002, S. 5. Zurück
  63. „Klinkertuning für den Frankfurter Markt“, in: wirHeidelberger, Mitarbeiterzeitung, Nr.1, Februar 2005, S. 4 und „Millionste Tonne Klinker für Weisenau“, in: wirHeidelberger, Mitarbeiterzeitung, Februar 2008, S. 7. Zurück
  64. „Heute machen wir den Deckel drauf“, in: wirHeidelberger, Mitarbeiterzeitung, April 2008, S. 7 und „Neues Klinkersilo in Betrieb genommen“, in: wirHeidelberger, Mitarbeiterzeitung, Juni/Juli 2008, S. 9. Zurück
  65. „Entsorgungsbetrieb der Stadt Mainz übernimmt Steinbrüche Weisenau und Laubenheim“, in: wirHeidelberger, Mitarbeiterzeitung, Dezember 2008, S. 8. Zurück