Ransbacher Mosaik- und Plattenfabrik

1893: Gründung in Ransbach

Exponat der Ausstellung über die "Ransbacher Mosaik- und Plattenfabrik".
Exponat der Ausstellung über die "Ransbacher Mosaik- und Plattenfabrik".[Bild: Keramik Erleben e.V.]
Blick in die Ausstellung über die "Ransbacher Mosaik- und Keramikfabrik"
Blick in die Ausstellung über die "Ransbacher Mosaik- und Keramikfabrik"[Bild: Keramik Erleben e.V.]

Das Ransbacher Unternehmen war eine Zweigniederlassung der französischen „Manufacture de Carrelages Céramiques Simons“ aus Le Cateau, Departement Nord.

Die Betreiber waren zwei luxemburgische Unternehmerfamilien. Zum einen die des Ingenieurs Paul Simons, Gründer des Betriebes in Le Cateau und Ideengeber für eine Filiale in Ransbach, der 1892 plötzlich starb. Zum anderen die des Ingenieurs Gustav Dominik Nimax, mit beruflichen Erfahrungen in der Hüttenindustrie des Ruhrgebietes sowie im Maschinenbau.

Kontakte in den Westerwald bestanden zwischen dem Unternehmen in Le Cateau und dem Tonlieferanten Witgert aus Ransbach seit der Firmengründung der „Manufacture de Carrelages Céramiques Simons“ im Jahr 1868.

Mit dem hochwertigen Ton aus dem Kannenbäckerland, der mühsam nach Frankreich zu liefern war, ergänzte man die Eigenschaften der Tone aus Nordfrankreich. Durch den Bau einer Produktionsstätte für Fliesen am Ort der Tongewinnung jedoch erhoffte man sich eine höhere Wirtschaftlichkeit für das Unternehmen.

Insgesamt leiteten drei verschiedene Unternehmerfamilien das Werk. Die Gründerfamilie Simons I verkaufte 1934 nach vierzig Jahren die Fabrik an das Tonbergbau Unternehmen A. J. Müller II aus Siershahn.

1978 erwarb die Unternehmensgruppe Ceramano von Familie Willi Schwaderlapp III die Ransbacher Steinzeugfabrik von den Brüdern Robert, Willi und Ludwig Müller, die nach dem Tod des Vaters Aloys Josef 1950, die Firma geleitet hatten.

Die Firma hatte bis 1984 Bestand.

Keramik Erleben e.V., Oktober 2020